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Eine stimmige und würdige Geburtstagsfeier

Am Sonntag veranstaltete die BruderhausDiakonie einen Festgottesdienst zu Ehren der Diakoniegründerin im Seniorenzentrum am Markwasen

Stiftungsratsvorsitzender Martin Bauch bei seiner Rede anlässlich der Gedenkfeier zum 200. Geburtstag von Albertine Werner

Albertine Werner war an der Seite ihres Ehemannes Gustav die tragende Säule der Bruderhäuser. Gemeinsam mit den sogenannten Hausgenossinnen leitete sie das Rettungshaus, nahm unzählige Waisenkinder in ihre Obhut und half benachteiligten Menschen in Not. Um die Arbeit ihrer Mitbegründerin zu würdigen, gab die BruderhausDiakonie am Sonntag einen Festgottesdienst – passenderweise im Mutter-Werner-Heim am Markwasen.

In seiner Begrüßungsrede betonte Lothar Bauer, der Vorstandsvorsitzende der BruderhausDiakonie, dass damals wie heute ein Großteil der Arbeit im Bruderhaus von Frauen geleistet wird. Albertine Werners Geburtstag solle daher Anlass sein, all die Frauen zu ehren, die diakonisch tätig sind. Auch Stiftungsratsvorsitzender Martin Bauch nahm die Frauen im Bruderhaus in den Blick, betonte aber, dass geschlechtsunabhängig die individuelle Begabung jedes Menschen erkannt und gefördert werden sollte und dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch in Zukunft eine große Rolle spiele.


Pfarrerin Ursula Göggelmann brachte den Zuhörern das Wesen Albertine Werners näher. In ihrer lebendigen Predigt zeichnete sie ein Bild des Ehepaares Werner und deren Leben, das sie benachteiligten Menschen widmeten. Sogar eine mögliche Traurede für Albertine und Gustav Werner hatte sich Göggelmann überlegt. Im Mittelpunkt der Predigt stand Albertines Fleiß, ihre Disziplin und ihre mütterliche Liebe für die Waisenkinder in ihrer Obhut. „Im Alltag bedeutete das Suppe kochen, Hosen flicken, weinende Kinder in den Arm nehmen und Rotznasen putzen“, führte Göggelmann aus. Neben solch praktischen Aufgaben lag hauptsächlich die wirtschaftliche Verantwortung in Albertine Werners Händen. Chronischer Geldmangel und drohende Insolvenz neben der wachsenden Not in der Gesellschaft gehörten zum schwierigen Alltag in den Bruderhäusern. „Zudem musste Albertine ihrem vergeistigten Gustav noch den Rücken freihalten“, stellte Göggelmann humorig fest. „Aber das ist ja heute auch noch so, dass wir Frauen unsere Männer stärken.“


Die Erste Bürgermeisterin Ulrike Hotz zog einen Bogen in die Gegenwart und beschrieb, wie das Vermächtnis des Ehepaares Werner auch heute noch im Herzen der Stadt gelebt wird – beispielsweise durch den Bau des Stadthauses Stadtmitte am Wandelknoten.


Im Anschluss an den Festgottesdienst lud die BruderhausDiakonie die Gäste aus Politik, Gemeinde und Diakonie zu einem Imbiss ein. „Ich denke, es war ein stimmiger und würdiger Geburtstag für Albertine Werner“, resümierte Lothar Bauer.

 

Materialien zur Gedenkfeier und weitere Informationen zum Jubiläum von Albertine Werner erhalten Sie hier »

 

 

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