Geschichte der BruderhausDiakonie
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Aus Tradition innovativ
1837 Der junge Vikar Gustav Werner gründet in Walddorf bei Reutlingen eine Kleinkinderschule (Kindergarten), eine Industrieschule und eine Kinderrettungsanstalt für Waisen. Sein Motto: „Was nicht zur Tat wird, hat keinen Wert.“
1840 Gustav Werner zieht nach Reutlingen. In den nächsten Jahren folgen zahlreiche Haus- Werkstatt- und Fabrikgründungen, eine Schule für Anstalts- und Stadtkinder, Strickvereine und Ladengeschäfte
1850 Gustav Werner kauft die Reutlinger Papierfabrik (später Maschinenfabrik) an der Echaz: die erste „christliche Fabrik“. Mit dem Gewinn dieser und weiterer Fabriken soll die soziale Arbeit finanziert werden.
1855 Er nennt seine diakonische Einrichtung „Bruderhaus“. Denn Gustav Werner fördert benachteiligte Menschen im Geist der christlichen Nächstenliebe („Bruderliebe“) und bietet ihnen Heimat, Ausbildung und Arbeit.
Bis 1863 entstehen über dreißig Zweiganstalten in ganz Württemberg
1863 Am 23. November musste Gustav Werner die gerichtliche Vermögensuntersuchung beantragen – Konkurs. Das rasante Wachstum der Anstalten und Fabriken war in wirtschaftlicher Hinsicht nicht genügend gesichert gewesen. Etliche seiner Anstalten und Fabriken mussten geschlossen werden.
1881 Um den Fortbestand seiner Arbeit zu sichern, gründet Gustav Werner „die Stiftung zum Bruderhaus“. Bereits 1887 war die Stiftung wirtschaftlich völlig gesichert. In den nächsten sieben Jahrzehnten wächst die Gustav Werner Stiftung zu einem Netzwerk der Hilfe in Baden und Württemberg.
1882 Kartonagenfabrik für „halbe Kräfte“ wird in Betrieb genommen. Sie war der Vorläufer der Werkstätten für behinderte Menschen und ist bis heute Teil dieser.
1905 Das Hofgut Gaisbühl (damals noch weit vor den Toren Reutlingens) wird erworben. Auf dem Areal befinden sich heute die Verwaltung der BruderhausDiakonie sowie Einrichtungen der Altenhilfe, Behindertenhilfe, Jugendhilfe und Sozialpsychiatrie.
1939 Beginn der Ermordung von Menschen mit Behinderungen („Euthanasie“) durch die Nationalsozialisten. Im März und April 1941 werden 24 Personen aus vier Einrichtungen der Stiftung abgeholt und in Hadamar getötet.
1945 Durch Fliegerangriff werden am 15. Januar zerstört: Mutterhaus mit Werkstätten, Haus Gottes-Hülfe, Speisesaal, Maschinenfabrik, Hauptverwaltung. Nahezu sämtliches Aktenmaterial wird vernichtet.
1952 Paul Stäbler, bis dahin Vorstand der Gustav Werner Stiftung, gründet das diakonische Unternehmen Haus am Berg gGmbH im Geiste Gustav Werners. Die Gustav Werner Stiftung ist von Anfang an Gesellschafter.
2002 Inzwischen sind über 60 verschiedene Einrichtungen entstanden. Die Gustav Werner Stiftung und die Haus am Berg gGmbH schließen sich zu einem Trägerverbund zusammen.
2004 Die beiden Sozialunternehmen fusionieren unter dem Namen „BruderhausDiakonie“. Heute ist die BruderhausDiakonie ein ausdifferenzierter und wohnortnaher, regionaler Sozialdienstleister der Altenhilfe, Behindertenhilfe, Jugendhilfe und Sozialpsychiatrie in Baden-Württemberg.
Die detaillierte Geschichte der Gustav Werner Stiftung und der Haus am Berg gGmbH finden Sie unter Download oder können Sie unter Kontakt kostenlos bei uns bestellen.







