„Hier wird eine wertvolle und wichtige Arbeit gemacht, denn mit einer Ausbildung entstehen Chancen und Perspektiven“, zeigte sich Beate Müller-Gemmeke beim Besuch der Metallwerkstatt des Ausbildungsverbunds in Pfullingen im Juli 2021 sichtlich beeindruckt. Die Bundestagsabgeordnete und Grünen-Politikerin informierte sich über die vielfältigen Angebote im Bereich Ausbildung und ließ sich von Johann Küenzlen, dem Leiter des Ausbildungsverbunds, durch die Werkstatt führen. Daniel Albrich, Bereichsleiter Ausbildung, und Thomas Haas, Bereichsleiter Soziale Integration, informierten Müller-Gemmeke über die Ausbildungsförderung der BruderhausDiakonie: „Wir begleiten junge Menschen mit Unterstützungsbedarf beim Übergang von der Schule in die Berufsausbildung und von der Ausbildung ins Erwerbsleben.“

Zukünftige junge Fachkräfte sprachen über ihre Hoffnungen
Der Ausbildungsverbund der BruderhausDiakonie bietet in den Landkreisen Reutlingen und Tübingen unter anderem überbetriebliche Ausbildungen und Umschulungen in den Bereichen Metall, Fahrrad, Hauswirtschaft, Küche, Bürokommunikation, Lager, Garten- und Landschaftsbau an. Derzeit befinden sich 179 junge Menschen in Ausbildung oder Umschulung, weitere 134 Jugendliche absolvieren eine berufsvorbereitende Maßnahme. Beate Müller-Gemmeke nutzte die Gelegenheit, beim Rundgang durch die Werkstatt mit zukünftigen jungen Fachkräften für Metalltechnik, Industriemechanikern und Metallfeinbearbeitern ins Gespräch zu kommen. Sie tauschte sich mit ihnen über ihre Berufswahl, Ausbildungsgänge und Hoffnungen für die Zukunft aus. Zudem informierte sich die Grünen-Politikerin über die Umsetzung des Teilhabechancengesetzes, das Langzeitarbeitslose wieder auf den Arbeitsmarkt bringen soll.

Ausbilder entwickelten individuelle Lernpakete und Lehrvideos
Anschließend erläuterten Johann Küenzlen, Daniel Albrich und Thomas Haas die Herausforderungen, denen der Fachbereich Ausbildung und soziale Integration – nicht zuletzt aufgrund der Pandemie – gegenübersteht. „Auch wir spüren die Folgen der Coronakrise deutlich“, berichtete Küenzlen. Weil Online-Lernen auf Distanz gerade für junge Menschen mit Unterstützungsbedarf nicht einfach sei, entwickelten Ausbilder und pädagogische Fachkräfte mit hohem Einsatz individuelle Lernpakete und Lehrvideos. Jugendliche, die für den Einstieg in die Ausbildung oder in den Beruf besondere Förderung benötigten, seien im Jahr 2020 nur unter erschwerten Bedingungen mit den Jobcentern ins Gespräch gekommen. „Die Pandemie hat den Zugang zu unseren Förderprogrammen für die Jugendlichen erschwert – und damit auch die Belegung von Maßnahmen des Ausbildungsverbunds,“ fasste Küenzlen zusammen.

Grünen-Politikerin zeigte sich erfreut über das neue Projekt Trio
Beate Müller-Gemmeke verschafft sich in regelmäßigen Fachgesprächen mit Trägern sozialer Einrichtungen einen Eindruck über die Erfolge und Bedarfe in der sozialen Arbeit. Erfreut zeigte sich die Politikerin in Pfullingen über das neue Projekt Trio des Ausbildungsverbunds. Das von der EU-Aufbauhilfe REACT-EU geförderte Programm unterstützt Mütter beim Einstieg in eine Ausbildung oder einen Beruf. „Hier gibt es insbesondere bei Frauen mit Migrations- oder Fluchthintergrund einen großen Bedarf, und bis dato nur wenige zielgruppengerechte Maßnahmen“, betonte Johann Küenzlen.