Immer mehr psychisch und suchtkranke Menschen

Menschen, die psychisch erkrankt sind, gleichzeitig eine Suchterkrankung haben und womöglich wohnungslos sind, verhalten sich oft skeptisch gegenüber bestehenden Hilfeeinrichtungen. Ihre Zahl steigt seit Jahren, insbesondere junge Menschen sind immer öfter betroffen.

Bundesweite Experten tagten in Hechingen

In Hechingen haben nun Experten aus der ganzen Bundesrepublik sowie aus der Region getagt und sich darüber verständigt, wie Suchthilfe, Gemeindepsychiatrie, Wohnungslosenhilfe und Jugendhilfe ihre spezialisierten Hilfsangebote so zusammenbringen können, dass möglichst viele Betroffene davon profitieren.

Regionales Netzwerk aus Sozialpsychiatrie, Suchthilfe und Wohnungslosenhilfe

 „Das gelingt nur, wenn in einer Region im Sinne einer Verantwortungsgemeinschaft eng zusammengearbeitet wird“, ist sich Achim Dochat sicher. Er leitet das Geschäftsfeld Sozialpsychiatrie bei der BruderhausDiakonie und hielt das Einführungsreferat der Tagung. Die BruderhausDiakonie, die im Zollernalbkreis für Menschen mit psychischen Erkrankungen und mit Suchterkrankungen tätig ist, hat die Tagung gemeinsam mit der Deutschen Fachgesellschaft Psychose und Sucht ausgerichtet. „Unser Ziel war, eine gemeinsame Sprache zu finden und ein regionales Netzwerk aus Sozialpsychiatrie, Suchthilfe und Wohnungslosenhilfe zu befördern“, betont Dochat.

Einrichtungen kooperieren eng

Eröffnet haben die Tagung Landrat Günther-Martin Pauli und Dorothee Müllges, Erste Beigeordnete der Stadt Hechingen. Das zeige, wie wichtig die enge und effiziente Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfen im Zollernalbkreis genommen wird, unterstreicht Michael Mennel, Fachbereichsleiter Sozialpsychiatrie der BruderhausDiakonie im Zollernalbkreis. Er leitete bei der Tagung einen Workshop, der Vertreter der örtlichen Suchthilfe, Wohnungslosenhilfe und sozialpsychiatrischen Einrichtungen zusammenbrachte.