Den Einführungsgottesdienst sehen (Beginn bei 4.43)

Seit dem 1. März 2020 ist der neue Fachliche Vorstand der BruderhausDiakonie, Dr. Tobias Staib, im Amt, heute wurde er offiziell eingeführt. Corona-bedingt hatten die geladenen Gäste die Möglichkeit, digital an der live übertragenen Veranstaltung in der Reutlinger Marienkirche teilzunehmen. Prälat Rose betonte in seiner Ansprache im Einführungsgottesdienst, dass der Diakoniewissenschaftler und Sozialökonom Tobias Staib ein Teamspieler sei, der es verstehe, Menschen zusammenzuführen und Vertrauen aufzubauen. Darauf komme es heute mehr denn je an.

Erfahren in Wissenschaft und Praxis

Tobias Staib, der seit 2010 in verschiedenen Funktionen in der BruderhausDiakonie tätig ist, ist der bisher jüngste Vorstand der Stiftung. Der 36-jährige Familienvater ist seit Jahren auch wissenschaftlich mit der Diakonie eng verbunden. Seine Promotion an der Universität Heidelberg analysiert die Rolle des Vertrauens im diakonischen Hilfehandeln. Staib lehrt parallel zu seiner beruflichen Tätigkeit an verschiedenen Universitäten und Hochschulen.

Ein Amt mit hoher Relevanz

Mit Grußworten, moderiert von Professor Martin Beck, Stiftungsratsvorsitzender der BruderhausDiakonie, würdigten die Redner den Fachlichen Vorstand. Professor Johannes Eurich, Direktor des Diakoniewissenschaftlichen Instituts der Universität Heidelberg verdeutlichte, Tobias Staib bekleide ein Amt, für das professionelles Know-how und hohe persönliche Kompetenz unabdingbar seien. Er bringe darüber hinaus mit, was einen Vorstand in einem diakonischen Unternehmen auszeichne: „Das tatkräftige Einstehen für Nächstenliebe und Solidarität“, das heute mehr denn je in der Gesellschaft gebraucht werde. Professor Georg Cremer, ehemaliger Generalsekretär des Deutschen Caritasverbands, hob die Relevanz des Amts hervor: „Herr Staib leitet ein Unternehmen, das mit anderen Dienstleistungserbringern im Wettbewerb steht. Dies beinhaltet die Herausforderung, wirtschaftliche Belange so zu gestalten, „dass sie menschendienlich sind, und die Spannungen zwischen Marktbehauptung und sozialethischen sowie sozialpolitischen Ansprüchen auszuhalten, zu gestalten und offen zu kommunizieren.“

Zukünftig mehr ambulant und sozialräumlich ausgerichtete Angebote

Professor Martin Beck, Stiftungsratsvorsitzender der BruderhausDiakonie, betonte, der Stiftungsrat bringe Tobias Staib das Vertrauen entgegen, dass er gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen die BruderhausDiakonie sicher in die Zukunft führe. Staib, der zugunsten seiner Familie mit leicht reduziertem Dienstauftrag tätig ist, steht für eine Fachlichkeit, die Angebote immer an den Klientinnen und Klienten ausrichtet. „Kern aller diakonischer Angebote ist ein eigenständiger Blick auf die Bedürfnisse des Mitmenschen, motiviert durch den christlichen Deutungshorizont“, erläuterte er im Pressegespräch. „Das heißt auch, dass wir bei der Angebotserbringung, unsere Leistungen zunehmend ambulant und sozialräumlich ausrichten, um Menschen passgenau zu unterstützen, wo sie leben und Hilfe benötigen.“ Dabei sei es zentral, dass die unterschiedlichen Anbieter verstärkt vernetzt arbeiten. Unter anderem durch das Bundesteilhabegesetz sei es normal, dass beispielsweise Menschen mit Behinderung bei einem Träger wohnen und bei einem anderen einen Werkstattarbeitsplatz haben wollen.

Hier können Sie den Einführungsgottesdienst mitverfolgen (Beginn bei 4.43).