Hans Ulrich Schaudt war von 1970 bis 2005 ehrenamtlich für die Gustav Werner Stiftung, die heutige BruderhausDiakonie, tätig. Der promovierte Jurist engagierte sich von 1972 bis 1981 als Vorsitzender des Stiftungsrats, das Aufsichtsgremium der gemeinnützigen Stiftung, sowie in den anderen Jahren für die Stiftungsversammlung. Zudem war sein juristischer Rat als Mitglied im Finanzausschuss gefragt.

Ökonomisch und diakonisch denken und handeln

Im Blick auf wirtschaftliche und sozialpolitische Fragestellungen legte Hans Ulrich Schaudt stets Wert darauf, ökonomisch zu denken und zu handeln – immer unter Berücksichtigung der diakonischen Verantwortung für Menschen mit Unterstützungsbedarf. Er war maßgeblich daran beteiligt, die Stiftungssatzung als wesentlichen Pfeiler für die Arbeit der Stiftung auszuarbeiten. Schaudt begleitete viele diakonische Projekte sowie Aus- und Umbauten von Wohn- und Betreuungseinrichtungen für Menschen mit Unterstützungsbedarf.

Hohe Fachkompetenz

Die Fachkompetenz des sozial engagierten Rechtsanwalts, der in Tübingen, Göttingen und Bonn studiert und promoviert hatte, kam vielerorts zum Tragen: So engagierte sich Hans Ulrich Schaudt 20 Jahre lang ehrenamtlich als stellvertretender Vorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg. Er war im Verwaltungsrat der Diakonie Stetten tätig, Vorsitzender des Diakonissenmutterhauses der Olgaschwestern sowie Mitglied im Aufsichtsrat des Karl-Olga-Krankenhauses in Stuttgart.

Kenner der Schwäbischen Alb

Als leidenschaftlicher Wanderer und Fotograf kannte er jeden Winkel der Schwäbischen Alb und brachte einen Bildband heraus – mit teils meditativen Fotografien, Dichterworten von Mörike und Hölderlin sowie Auszügen aus Psalmen und Liedern. Für seine vielfältigen Verdienste erhielt Hans Ulrich Schaudt das Bundesverdienstkreuz erster Klasse. Hans Ulrich Schaudt ist im Juni 2020 gestorben. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.