Nach ersten Impfungen in Seniorenzentren der BruderhausDiakonie werden nun auch Menschen mit Behinderung in Fachpflegeeinrichtungen der BruderhausDiakonie Region Reutlingen geimpft. 16 Bewohner und 14 Mitarbeiter – rund 75 Prozent in beiden Gruppen – ließen sich von den Fachkräften gegen das Virus SARS-CoV-2 des Mobilen Impfteams impfen. Christian Freisem, Leiter Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie Reutlingen, zeigte sich erleichtert und dankbar, dass Menschen mit teilweise schwerster Behinderung wie auch ihre Bezugspersonen – die Fachpflegekräfte – sich zeitnah impfen lassen können. Denn im Arbeitsalltag mit körperlicher Pflege und Essenreichen ist Maske tragen Standard, aber Abstand halten nur selten möglich.

Auch in der Altenhilfe Reutlingen war der Impfstoff knapp geworden

Zunächst herrschte noch Unklarheit, ob der Impfstoff gegen das Coronavirus auch wirklich für alle Impfbereiten des Reutlinger Fachpflegeheims der Behindertenhilfe der BruderhausDiakonie ausreichen würde. Zu viele Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten sich für den Impftermin am 27. Januar 2021 angemeldet. Eine Person musste zunächst zurücktreten. Die Erfahrung, dass der Impfstoff nicht für alle Impfwilligen ausreicht, hatten Mitarbeiter vergangene Woche auch in der Altenhilfe Reutlingen gemacht. Mit einer weiteren Information des Mobilen Impfteams kam dann die positive Nachricht für die Behindertenhilfe: „Alle angemeldeten Impfbereiten erhalten den Impfstoff“, erklärte Reiner Steffan, Bereichsleiter der Fachpflege der Behindertenhilfe.

Hohe Bereitschaft zur Impfung bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Der Vorstand der BruderhausDiakonie begleitete den Termin. Er würdigte die hohe Bereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung, an den Impfungen gegen das Coronavirus teilzunehmen. Die Teams in den Pflegeeinrichtungen hoffen, dass mit den Impfungen Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehrheitlich vor Corona-Erkrankungen geschützt sind. Gehe die Hoffnung in Erfüllung, so der Fachliche Vorstand Dr. Tobias Staib, habe sich der hohe organisatorische Aufwand, den die Teams für die Impfungen leisten müssen, gelohnt.