Noch knapp vier Wochen, dann ziehen 32 Bewohnerinnen und Bewohner in ihr neues Zuhause. Das Seniorenzentrum auf dem ehemaligen Gelände der Firma Hammelehe mit einer Grundstücksfläche von circa 3.300 Quadratmetern ist ein Pflegeheim der neuen Generation: mit modernen Hausgemeinschaften und intelligenter Technik. Es bietet Platz für 60 Seniorinnen und Senioren, die hier in Einzelzimmern wohnen.

Kooperation mit der Gemeinde ist wichtig

Corona-bedingt mit Abstand, aber mit einem guten Gefühl, da der Zeitplan für den Bau eingehalten werden konnte, übergab Architekt Andreas Edelmann am 21. Januar 2021 die Schlüssel für das Gebäude an Hausleiterin Skadi Zimborski. Von Anfang an – seit 2014 –  haben Bürgermeister und Kommune den Bau des Seniorenzentrums unterstützt, berichtete Ute Schwarzkopf-Binder, Leitung der Region Stuttgart der BruderhausDiakonie. Damit dies auch zukünftig so bleibe, sei ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts die Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Bürgermeister Martin Funk betonte, auch ihm liege die Einbindung des Seniorenzentrums am Herzen.

Gut betreut am Alltag teilhaben

In den Hausgemeinschaften haben die Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeit, den Alltag nach Wunsch und Fähigkeit mitzugestalten. Sie erfahren so Sinn, Selbstverwirklichung und Anerkennung. Tätigkeiten sind die Wäscheversorgung, Verwaltungsaufgaben, Gartenarbeiten oder Beratung. Während dieser Zeit werden sie von Alltagsbegleitern und qualifiziertem Pflegefachpersonal betreut. „Dabei werden die Mitarbeitenden mit modernster Technik unterstützt – zum Beispiel mit Deckenlift-Systemen“, erläuterte Markus Bartl, Leitung Fachbereich Altenhilfe Region Stuttgart. „Dies ermöglicht rückenschonendes Arbeiten und trägt zur Sicherheit bei.“

Intelligente Technik sorgt für mehr Sicherheit

Jedes Einzelzimmer ist mit Telefon-, TV- und Internetanschluss ausgestattet und kann nach Wunsch mit persönlichen Möbeln und Gegenständen eingerichtet und gestaltet werden. Jeweils zwei Bewohner teilen sich Bad und Toilette. In den Gemeinschaftsräumen finden Angebote wie Malen, Basteln, Gedächtnistraining, Gymnastik, Singkreise sowie Andachten, Gottesdienste und seelsorgerische Betreuung statt. Im gesamten Gebäude sorgt „smarte“ Technik für zusätzliche Sicherheit und Geborgenheit, etwa intelligente automatische Systeme, die Alarm geben, wenn ein älterer Mensch in Not gerät. Oder der Einsatz von speziellem Licht, das den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus unterstützt, indem es Lichtfarbe und Intensität des natürlichen Lichts nachempfindet. Für Orientierung und Geborgenheit sorgt das Farb- und Materialkonzept.

Tag der offenen Tür geplant

Die BruderhausDiakonie investierte für den Neubau rund 9,5 Millionen Euro. Davon sind rund 7 Millionen Euro reine Baukosten. Darin enthalten sind 88.977 Euro Fördermittel von der Stiftung Deutsches Hilfswerk sowie 10.000 Euro von Martha-und-Paul-Stäbler-Stiftung. Ein Tag der offenen Tür ist geplant – zu einem späteren Zeitpunkt.

Weitere Personen auf dem Foto, von links: Architektin Anja Sott, Edelmann Architekten, Markus Bartl, Leitung Fachbereich Altenhilfe Region Stuttgart BruderhausDiakonie, Ute Schwarzkopf-Binder, Leitung Region Stuttgart BruderhausDiakonie, Benno Friedriszik, Stiftungsmanagement Immobilienmanagement BruderhausDiakonie, Martin Funk, Bürgermeister von Altbach.