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Arbeit für Menschen mit psychischen Erkrankungen

„Jeder Mensch will nötig sein“ (Klaus Dörner) – das ist die allgemeinste Begründung für die Bedeutung von Arbeit und Tätigsein.

Diese Erkenntnis beschränkt sich keineswegs nur auf Erwerbsarbeit.

Jeder Mensch braucht zunächst das „Betätigen“. Es geht dabei zum einen um das Entwickeln und Erleben von Handlungsfähigkeit, von eigener Kompetenz. Zum anderen geht es um Teilhabe, um das Gefühl des Dazugehörens und des Leistens eines sinnvollen Beitrags. Eine psychische Erkrankung kann dies erschweren oder gar verhindern.

Menschen mit einer psychischen Erkrankung benötigen deshalb differenziert gestaltete „Tätigkeitsgelegenheiten“, die ihnen helfen, sich schrittweise dem Thema Arbeit zu nähern bzw. die noch vorhandenen Fertigkeiten und Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Im Idealfall führt das – womöglich am Ende eines längeren Weges – auf einen Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Nicht jede Person wünscht das, nicht jede Person, die das wünscht, erreicht das, aber jeder Mensch mit einer psychischen Erkrankung hat den Anspruch, so unterstützt zu werden, dass er seinen persönlichen Weg durch Erprobung herausfinden kann. Diejenigen, bei denen berufliche Wiedereingliederung nicht oder noch nicht möglich oder nicht (mehr) gewünscht ist, brauchen unsere Hilfe bei der Suche nach alternativen, individuell passenden Möglichkeiten geschützter Beschäftigung auch außerhalb des Arbeitsmarkts.

Wir bieten an unseren Standorten in Baden-Württemberg Arbeits- und Berufsbildungsplätze in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen mit vielfältigen Ausrichtungen an: zum Beispiel in der industriellen Produktion, aber auch in Schulkantinen, gastwirtschaftlichen Betrieben und im „grünen“ Bereich (Garten- und Landschaftspflege, Landwirtschaft), in Verwaltungen sowie im entsprechenden Dienstleistungssektor (z.B. Scannen). Parallel gibt es ein begleitendes breites Angebot an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Wir fördern auch sogenannte betriebsintegrierte Arbeitsplätze. Das sind Arbeitsplätze unserer Werkstätten, die in einen Betrieb des 1. Arbeitsmarktes ausgelagert sind. Die individuell notwendige Betreuung erfolgt vor Ort durch sog. Job-Coaches. Das sind Mitarbeiter  unserer Werkstätten, die regelmäßig in die Betriebe kommen und die Anleitung und Betreuung vor Ort organisieren.

Im Landkreis Reutlingen betreibt die BruderhausDiakonie das Integrationsunternehmen INTEGO gGmbH: Dieses bietet sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor (z.B. Lebensmitteleinzelhandel) mit anerkannten Arbeitsverträgen. Eine Außenstelle befindet sich im Schwarzwald-Baar-Kreis.

Grundsätzlich wichtig ist es uns, dass Anforderungen des Arbeitsplatzes und das persönliche Leistungsvermögen im Gleichgewicht stehen. Wir helfen dabei einen guten Weg dahin zu finden.

Kontakt


BruderhausDiakonie
Ringelbachstraße 211
72762 Reutlingen
Telefon 07121 278-0
info(at)bruderhausdiakonie.de

 

Lilnk auf Arbeit und berufliche Bildung