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10. Dezember 2010 - Gedenkfeier für die letzten Grafeneck-Opfer

Am kommenden Sonntag wird in der Reutlinger Nikolaikirche der Menschen gedacht, die vor 70 Jahren in der Tötungsanstalt Grafeneck ermordet wurden

Reutlingen (bd) Vor 70 Jahren, am 13. Dezember 1940, wurden in Grafeneck auf der Schwäbischen Alb letztmals 20 kranke und behinderte Menschen vergast und verbrannt, darunter auch der 43-jährige Reutlinger Richard R. Danach setzten die Mörder ihre Vernichtungsaktion im hessischen Hadamar fort. Zur Erinnerung an dieses Ereignis finden am Sonntag, 12. Dezember, an allen Herkunftsorten der letzten in Grafeneck ermordeten Menschen Gedenkfeiern statt. Die Reutlinger Gedenkveranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Nikolaikirche. Der Reutlinger Künstler Klaus Hoffmann berichtet über die Entstehung seines Grafeneck-Tryptichons, das an diesem Tag in der Nikolaikirche erstmals öffentlich gezeigt wird. Der Saxofonist Felix Lässing spielt. Und der Tübinger Gerhard Raiser, dessen Tante in Grafeneck ermordet wurde, berichtet über deren Biografie. Die Gedenkveranstaltung in der Reutlinger Nikolaikirche hat eine rund zehnköpfige Gruppe vorbereitet, darunter Vertreter des Arbeitskreises Christliche Kirchen, der BruderhausDiakonie, der LWV.Eingliederungshilfe Rappertshofen, des Evangelischen Stadtjugendamts und des Stadtarchivs.

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