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Ausbildungsqualität bestätigt

Die Berufsbildungsbereiche der BruderhausDiakonie-Werkstätten haben sich als Bildungsträger zertifizieren lassen. Im November haben alle ihre Zertifikate erhalten.

Einen „Wahnsinns-Reflexionsschub“ hat Gertrud Meuth bei ihren Kollegen und sich selbst festgestellt. Meuth ist Leitungsassistentin der Werkstätten der BruderhausDiakonie in Reutlingen. Ausgelöst hat diesen Schub die sogenannte AZAV-Zertifizierung. Der müssen sich alle Anbieter beruflicher Bildungsmaßnahmen bis spätestens Ende des Jahres unterzogen haben.

Hinter dem Kürzel AZAV verbirgt sich eine Verordnung aus dem Sozialgesetzbuch mit dem Namen „Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung“. Sie ist im April dieses Jahres in Kraft getreten und soll die Qualität von Angeboten zur Arbeitsförderung sicherstellen.
Zu den Maßnahmen der Arbeitsförderung zählen auch die Berufsbildungsbereiche der Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM). Dort werden Menschen mit Behinderung während einer zweijährigen Ausbildungsphase auf ihr Berufsleben innerhalb oder außerhalb der Werkstätten vorbereitet.
Die Berufsbildungsbereiche aller Werkstätten der BruderhausDiakonie haben mittlerweile die Qualität ihrer Arbeitsförderungsangebote vom unabhängigen Prüfungsinstitut DQS GmbH bestätigt bekommen. Das Institut, das für seine Arbeit eine förmliche Zulassung der Bundesarbeitsagentur braucht, hat die Zertifikate bereits übergeben.

Geprüft wurde unter anderem, ob die Ausbildungsräume den Standards entsprechen, die in der Erwachsenenbildung üblich sind – und ob die Fachkompetenz und Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Anforderungen entspricht. Die Prüfer schauten aber auch nach, ob es individuelle Ausbildungspläne gibt für die Absolventen des Berufsbildungsbereichs und wie deren Ausbildungsverlauf dokumentiert wird. „Ganz wichtig war auch der Nachweis, wie die Berufsbildungsbereiche der Werkstätten mit anderen Firmen, den Industrie- und Handelskammern sowie mit Schulen und Berufsschulen zusammenarbeiten“, berichtet Gertrud Meuth, die den Zertifizierungsprozess der Berufsbildungsbereiche koordiniert hat.

Obwohl die AZAV-Zertifizierung eine zusätzliche Belastung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Berufsbildungsbereichen war, hatte sie auch ihr Gutes: „Das war ein sehr anspruchsvoller, aber auch sehr lohnender Selbstvergewisserungspro-zess“, zieht Gertrud Meuth Bilanz. In der Vorbereitung der eigentlichen Überprüfung, die an jedem Standort mindestens einen, manchmal aber auch zwei Tage in An-spruch genommen habe, hätten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein neues Selbstbewusstsein erarbeitet. Denn allen sei klar geworden, welche Standards be-reits vorhanden waren – und ob es eventuell noch Lücken zu bearbeiten galt. „Der Zertifizierungsprozess war ein zusätzlicher Professionalisierungsschub“, ist sich die Leitungsassistentin sicher.

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