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Spatenstich in Reutlingen

BruderhausDiakonie baut neue Werkstatt

Die BruderhausDiakonie errichtet im Industriegebiet In Laisen ein neues Werkstattgebäude mit 120 Arbeitsplätzen für Menschen mit psychischer Erkrankung.

Mit dem Spatenstich beginnt der Bau der neuen Werkstatt.

Mit dem Spatenstich beginnt der Bau der neuen Werkstatt.

Werkstatt ist an Sozial- und Wirtschaftsraum angebunden

„Gute Arbeit braucht gute Bedingungen“, sagte Andreas Bauer, Sozialdezernent des Landkreises Reutlingen, vor dem symbolischen Spatenstich am 22. Oktober. „Die Integration der Werkstatt in den bestehenden Sozial- und Wirtschaftsraum ist wichtig.“ Im neuen Gebäude realisiert die BruderhausDiakonie Dienstleistungen wie Druck und Grafik, Digitalisierung, Kommissionierung und Konfektionierung, und sie bietet einen Büroservice an. Lager- und Logistikkapazitäten sind an einem Ort. Zudem ist die Werkstatt optimal an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.

Das Ziel ist die Integration in den ersten Arbeitsmarkt

Den Beschäftigten bieten die Arbeitsplätze die Chance, Fähigkeiten wiederherzustellen oder weiterzuentwickeln, um sich so möglicherweise für den ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren. „Die Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Handicap auf dem ersten Arbeitsmarkt bleibt nach wie vor unser Ziel“, betonte Rainer Single, Kaufmännischer Vorstand der Stiftung. Der Landtagsabgeordnete Dieter Hillebrand ergänzte: „Ich appelliere an die Arbeitgeber, sich von der Qualität der Arbeit von Menschen mit Handicap zu überzeugen. Sie werden positiv überrascht sein und vielleicht bei der nächsten Stellenbesetzung einem Menschen mit Handicap den Vorzug geben.“

Werkstatt ist barrierefrei gebaut

Dass die Räume der neuen Werkstatt barrierefrei gestaltet sind, kommt bei den Mitarbeitern gut an. „Ich finde es gut, dass auf die Bedürfnisse von Menschen mit Beeinträchtigungen Rücksicht genommen wird“, sagte Robert Kleinheitz, Vorsitzender des Werkstattrates der BruderhausDiakonie.

Der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) fördert das Projekt mit rund 1,2 Millionen Euro. Die Agentur für Arbeit beteiligt sich mit drei Prozent Zinszuschuss für das aufzunehmende Darlehen. Die Kosten für die neue Werkstatt betragen rund sechs Millionen Euro. Die Fertigstellung ist Anfang 2015 geplant.

 

Fotos: BruderhausDiakonie

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