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Medaille bei der Weltmeisterschaft

Kickboxer gewann Bronze

Die Kooperation des Fachdienstes Jugend, Bildung, Migration mit dem Sportverein TSG Reutlingen war erfolgreich: Kickboxer Konstantin Kozajlidi gewann Bronze.

Konstantin Kozajlidi (links) mit Trainer Alexej Jaschenko

Erst im Halbfinale war Schluss

Stolz präsentiert Konstantin Kozajlidi seine Medaille, die er von den Kickbox-Weltmeisterschaften aus Griechenland mitgebracht hat. Nach zwei Siegen gegen Kämpfer aus Nordirland und Kanada musste er sich ausschließlich dem Vertreter der USA geschlagen geben. „Erst war ich traurig, dass ich rausgeflogen bin“, sagt Kozajlidi, „aber inzwischen bin ich zufrieden.“ Alle drei Kämpfe fanden an einem Tag statt, jeweils neun Runden à zwei Minuten. „Mir hat noch tagelang alles wehgetan“, schmunzelt er.

70 Teilnehmende beim Kickbox-Training

Der 20-Jährige trainiert normalerweise zweimal die Woche, in den Räumen des Sportvereins TSG Reutlingen. Seit drei Jahren findet das Training hier statt. „Davor mussten wir improvisieren“, erzählt Tatjana Naumann vom Fachdienst Jugend, Bildung, Migration der BruderhausDiakonie. „Wir haben die Matten selbst gemacht und in unseren Räumlichkeiten trainiert. Ich bin froh, dass die Bedingungen jetzt besser sind.“

Naumann bezeichnet sich selbst als Managerin der Sportler, sie steht aber lieber im Hintergrund. Dabei war das Projekt ihre Idee. Sie fragte den Kickboxer Alexej Jaschenko, ob er sich vorstellen könne, Kickbox-Training anzubieten. Heute trainiert Jaschenko rund 70 Jugendliche und junge Erwachsene, sowohl Männer als auch Frauen. „Bei uns gibt es Türken, Russen, Griechen und andere Nationalitäten“, sagt Kozajlidi.

Im Kickboxen lernt man „was richtig und was falsch ist“

Durch das gemeinsame Training entstehe ein Zusammengehörigkeitsgefühl, und die Gewaltbereitschaft lasse nach. „Beim Kickboxen lernt man Disziplin. Es verändert sich etwas im Kopf: Man merkt, was richtig und was falsch ist.“ Kozajlidi kam über einen Freund zum Kickboxen. „Ich war, bevor ich mit Kickboxen begann, wesentlich aggressiver als heute. Und mit dem Kickbox-Training lief es auch in der Schule besser.“ Inzwischen studiert der Sohn eines Griechen und einer Spätaussiedlerin Mechatronik an der Reutlinger Fachhochschule.

„Wir wollen mit dem Projekt junge Migranten dabei unterstützen, in Deutschland Fuß zu fassen und ihre Chancen in der Gesellschaft zu verbessern“, erklärt Tatjana Naumann. „Es ist gut, dass diese Kooperation mit dem TSG besteht und wir dadurch mitten in der Gesellschaft sind.“

Dritte WM-Teilnahme für Kozajlidi

Der Erfolg von Kozajlidi ist kein Zufall. Er ist bereits Deutscher Vizemeister und baden-württembergischer Vizemeister. „Konstantin hat sehr viel Talent und bereitet sich immer vorbildlich auf die Wettkämpfe vor“, lobt Trainer Alexej Jaschenko seinen Schützling. „Für ihn und für uns ist das natürlich ein großer Erfolg.“ Und Kozajlidi gibt das Lob zurück: „Ohne meinen Trainer, meine Sparringspartner, meine Freunde und meine Eltern hätte ich das nie geschafft.“ Für ihn war das die dritte WM-Teilnahme, zuvor war er bereits bei den Weltmeisterschaften in Karlsruhe und in Orlando. Die Reisen finanziert ein Kreis von privaten Sponsoren.

 

Foto: BruderhausDiakonie

 

 

 

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