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Integrativ leben

Neue Angebote für Menschen mit Behinderung in Tübingen

Die BruderhausDiakonie hat im Stadtquartier „Alte Weberei“ in Tübingen-Lustnau einen Förder- und Betreuungsbereich für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf sowie zwei integrative Wohngemeinschaften für Menschen mit und ohne Behinderung eröffnet.

Innovativ und integrativ: die neuen Angebote der BruderhausDiakonie im Tübinger Stadtteil "Alte Weberei".

Innovativ und integrativ: die neuen Angebote der BruderhausDiakonie im Tübinger Stadtteil "Alte Weberei".

„Dieses integrative Modell eignet sich gut für die Studentenstadt Tübingen. Hier können junge Menschen, die sich darauf einlassen, eine bereichernde und prägende Lebenserfahrung machen“, betonte der Vorstandsvorsitzende der BruderhausDiakonie, Pfarrer Lothar Bauer bei der Eröffnung am 28. November 2014. Die Angebote der BruderhausDiakonie setzten ein deutliches Zeichen für Teilhabe und Integration von Menschen mit Behinderung. Im neuen Tübinger Stadtquartier können Menschen mit höherem Assistenzbedarf leben und an den unterschiedlichsten Alltags- und Lebensbereichen teilnehmen.

Soziale Mischung

Auch Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer sieht die neuen Einrichtungen als große Bereicherung für die Stadt. „Früher wurde alles getrennt, das war ein Irrweg. Gerade die Verschiedenheit der Menschen ist heute in den modernen Gesellschaften zukunftsfähig. Mit der Bruderhausdiakonie zeigen wir als Stadt sehr deutlich, dass wir in unseren Quartieren soziale Mischung haben wollen. Soziale Mischung hinsichtlich der Einkommen, aber auch hinsichtlich einer Mischung von Menschen mit und ohne Behinderungen.

Versorgungslücke geschlossen

"Mit den neuen Hilfeleistungen schließt die BruderhausDiakonie eine Versorgungslücke in Tübingen,“ berichtet Markus Rank, Leiter des Unterstützungszentrums Tübingen. „In unserem Förder- und Betreuungsbereich betreuen wir Klientinnen und Klienten, für die es bisher in Tübingen keine vergleichbaren Angebote gab. Mit unseren speziellen Konzepten können wir sehr individuell auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf eingehen, etwa auf Menschen, die intensiver Pflege bedürfen.“

Ein ganz normales Leben

Monika Habiger-Müller, die gemeinsam mit Markus Rank das Tübinger Unterstützungszentrum leitet, ist Ansprechpartnerin für die beiden integrativen Wohngemeinschaften, in denen jeweils neun Personen mit und ohne Behinderung zusammenleben. „Das ist gelebte Integration im Alltag: gemeinsam wohnen und leben, inmitten eines lebendigen Viertels, in dem Menschen mit Behinderungen von Anfang an dazugehören.“

Alltag in der Wohngemeinschaft

Miteinander kochen, essen und den Haushalt organisieren, gemeinsam oder alleine etwas unternehmen, einfach Spaß haben: Die Wohngemeinschaften organisieren und planen ihren Alltag selbst. Dabei helfen sie sich gegenseitig. Die Mitbewohner ohne Behinderung erhalten für ihre ehrenamtlichen Assistenzleistungen eine Aufwandsentschädigung. Die Bewohner mit Handicap werden zudem von Fachkräften der BruderhausDiakonie begleitet und unterstützt.

Förder- und Betreuungsbereich mit 18 Plätzen

Hier werden Menschen mit Behinderung, mit pflegerischen Anforderungen, mit schweren psychischen oder degenerativen Erkrankungen und/oder Verhaltensauffälligkeiten gefördert und betreut. Gemeinschaftliche Aktivitäten wie Einkaufen, Ausflüge und Cafébesuche ermöglichen die Teilhabe am Leben in Gemeinschaft und Alltag.

Interdisziplinäre Teams

Im Förder- und Betreuungsbereich arbeiten interdisziplinäre Teams: Heilpädagogen, Heilerziehungspfleger sowie -helfer und Arbeitserzieher gehen hier auf die individuellen Bedürfnisse der Klienten ein. Sie unterstützen, handwerkliche Fähigkeiten, Kulturtechniken wie Schreiben und Lesen zu entwickeln oder zu erhalten.

Kooperationen und Finanzierung

Das Bauvorhaben wurde in Kooperation mit der Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau Tübingen mbH (GWG) und einer privaten Baugemeinschaft realisiert. Das Land Baden-Württemberg, der Kommunalverband für Jugend und Soziales und die Aktion Mensch förderten das Projekt.

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Kontakt

Sabine Steininger
Leitung
Stiftungsmanagement Kommunikation
Ringelbachstraße 211
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Telefon 07121 278 917
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Martin Schwilk
Redakteur
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