Ein neues Pferd für das Hofgut
Die Klientinnen und Klienten freuen sich über ein neues Pferd
Jolly, Blume und Dino sind die drei Pferde, die auf dem Hofgut seit vielen Jahren leben und von den Mitarbeitenden sowie Klientinnen und Klienten versorgt werden. Für einige Klientinnen und Klienten sind die Pferde zu einer wichtigen Stütze in ihrem Alltag geworden. „Die Pferde haben mir jegliche Angst genommen“, sagt Sami. Die 53-Jährige benötigt im Alltag einen Rollstuhl – wenn sie reitet jedoch nicht. Die Erfahrungen im Umgang mit den Pferden seien für sie etwas ganz Besonderes. „Ich habe manchmal solche Schmerzen. Mein ganzer Körper ist dann blockiert, und ich kann mich kaum bewegen“, erzählt Sami. Und fährt fort: „Ich weiß noch, vor Ostern hatte ich einen schlimmen Tag. Doch als ich auf Jolly saß und wir losritten, war plötzlich alles anders."
Teilhabe für alle ermöglichen
Die Tierpädagogischen Angebote auf dem Gaisbühl besuchen Klientinnen und Klienten aus dem Förderbereich der Werkstätten, Kinder und Jugendliche aus den Tagesgruppen der Oberlin-Jugendhilfe und aus den Sozialen Gruppen der Oberlinschule. Um Klientinnen und Klienten sowie Kindern und Jugendlichen weiterhin die Möglichkeit zu bieten, an diesem Angebot teilzunehmen, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hofguts seit einiger Zeit auf der Suche nach einem geeigneten Pferd. „Wir benötigen dringend ein jüngeres Pferd, weil Jolly die Reiterinnen und Reiter in seinem Alter nicht mehr alleine schultern kann“, so Meike Oelkrug Leiterin der Tierpflege-Gruppe. Nun sind sie fündig geworden. Die Anschaffung des Pferdes sowie das Fortbestehen des Angebots werden unter anderem durch Spenden finanziert.
Ein Arbeitsplatz für Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung
Die Werkstätten der BruderhausDiakonie Reutlingen bieten Arbeitsplätze auf dem Hofgut Gaisbühl für Menschen mit geistiger Behinderung oder psychischer Erkrankung. Neben Obstbau, Gemüseanbau, Hofladen, Landschaftspflege und Kreativwerkstatt ist die Tierpflege ein großer Bereich. „Die Arbeit in der Tierpflege und die Bedürfnisse der Tiere geben eine klare Struktur vor“, berichtet Oelkrug. „Die Beschäftigten sehen das Ergebnis ihrer guten Pflege und entwickeln eine Beziehung zu den Tieren – beides ist Antrieb, täglich zur Arbeit zu kommen und sich sorgfältig und fachlich kompetent um die Tiere zu kümmern." Die Arbeit mit den Tieren hat therapeutische Wirkung und darüber hinaus ist die Arbeit mit ihnen Teil der Tierpflege. „Es ist uns wichtig, dass die Tiere als Teil unseres Gesamtkonzepts für mehr Teilhabe für alle wahrgenommen werden“, so Meike Oelkrug.
Danke für Ihre Unterstützung!
Vertrauen spielt eine große Rolle

Die 24-Jährige Vivi ist seit einigen Jahren auf dem Hofgut und unterstützt als Klientin in der Tierpflege. „Ich war einmal so wütend und habe laut geflucht. Da ist Blume zu mir gekommen und hat genickt. Sie hat mit mir geschmust und mir Kraft gegeben. Sie hat genau verstanden, was mit mir los war. Das war schön.“
Referent Spenden und Helfen
BruderhausDiakonie
Stiftung Gustav Werner und Haus am Berg
Ringelbachstraße 211
72762 Reutlingen
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Telefon 07121 278-223
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