Kunst und Kultur schafft Teilhabe
Im Living Museum Alb sind Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung tätig
2019 hat das Living Museum Alb eröffnet, das erste Living Museum in Deutschland. Living Museen entstanden in den 1980er Jahren in den USA. Ziel war es, Orte zu schaffen, an denen Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung Kunst in einem geschützten Rahmen schaffen können. Menschen, die hier arbeiten, sollen sich nicht als Menschen mit Beeinträchtigung erfahren, sondern als Künstlerinnen und Künstler, die als gleichberechtigt im Kulturbetrieb gelten.
Sehen und gesehen werden
Rund 120 Menschen mit Unterstützungsbedarf arbeiten in den Ateliers in Buttenhausen. Einer von ihnen ist Klaus Rexin. Er hat seine künstlerischen Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen in ganz Deutschland gezeigt und ein Buch mit Texten und Tuschezeichnungen veröffentlicht. Das Living Museum Alb ist ein Offenes Atelier und für Interessierte zugänglich. Für Sarah Boger, Leiterin des Living Museum Alb, ist dies sehr wichtig: „Wir wollen die Welt hierherholen. Jede Besucherin und jeder Besucher ist herzlich willkommen. Es geht uns darum, Vorurteile abzubauen und zu zeigen, welches Potenzial wir hier haben“, berichtet Boger. Darüber hinaus sammeln Klientinnen und Klienten, die hier arbeiten, künstlerische Erfahrungen an anderer Stelle. „Wir besuchen andere Künstlerinnen und Künstler in ihren Ateliers oder fahren zu Ausstellungen“, so Boger. Das sei bereichernd und fördere zudem das Gemeinschaftsgefühl. „Wenn wir zu Künstlerinnen und Künstlern fahren, zeigen diese ihre Werke und erläutern ihre Technik und wie sie arbeiten. Bei Ausstellungsbesuchen nehmen unsere Künstlerinnen und Künstler viel mit, das sie inspiriert. Und auch die Ausstellenden bekommen Rückmeldung. Es ist für beide Seiten bereichernd. Wir sind gerne in der Öffentlichkeit. Ausflüge sind wichtig für unsere Künstlerinnen und Künstler, denn so erleben sie, dass sie Teil der Gesellschaft sind.“
Diese Ausflüge und weitere Angebote sind mit Hilfe von Spenden möglich.
Danke für Ihre Unterstützung!
Teilhabe für alle!

Im Living Museum Alb ensteht Kunst von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung. Das Living Museum Alb verfügt über ein großes Kunstatelier, mehrer Einzelateliers, ein Werkatelier, ein Theateratelier und ein Lyrik- und Naturatelier.
Das Offene Atelier ist für Interessierte zugänglich. Von Montag bis Freitag können Besucherinnen und Besucher hier vorbeischauen und sich über die Arbeit informieren.
Emil Weiss
Referent Spenden und Helfen
BruderhausDiakonie
Stiftung Gustav Werner und Haus am Berg
Ringelbachstraße 211
72762 Reutlingen
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Telefon 07121 278-223
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