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Tag der offenen Tür

Das Quartierszentrum Bezner machte neugierig

Zahlreiche Besucher kamen ins neue Mühlenviertel nach Ravensburg und ließen sich von den Angeboten im Quartierszentrum Bezner begeistern.

Das Café-Team freut sich auf viele Gäste.

Viele Besucher nutzen das Café als Treffpunkt.

Frisch und bio: Das Angebot des Lebensmittelladens überzeugt.

Das Café-Team freut sich auf viele Gäste.

Sachkundige Führungen

Schon am späten Vormittag des 9. Ferbruars strömten die Besucherinnen und Besucher in das 117 Jahre alte, denkmalgerecht renovierte Backsteingebäude in der Holbeinstraße 22 – und verschafften sich bei sachkundig geführten Rundgängen Einblicke in die Werkstatt der BruderhausDiakonie, den Lebensmittelladen und das Café. Einige nahmen am offenen Werkstattbetrieb teil oder sangen bei einer offenen Chorprobe mit. Die Kleinsten vergnügten sich derweil beim Kinderschminken. Der Cafébetrieb hatte erstmals geöffnet, und zu musikalischer Begleitung genossen die Ravensburger das Kaffee- und Kuchenangebot.

Gemütlich zusammensitzen im inklusiven Café

„Ein wunderbares Konzept und eine echte Bereicherung für die Wohngegend“ sei das Quartierszentrum, so der erste Eindruck von Ursula Horn, die schräg gegenüber wohnt. Besonders gefällt ihr das inklusive Café. „Wenn ich Besuch bekomme, dann kann ich hierherkommen, und mit meinen Bekannten gemütlich Kaffee trinken und Kuchen essen“, freut sich die 86-Jährige jetzt schon. Beeindruckt zeigt sich auch Albert Sonntag, der zusammen mit seiner Frau Doris zum Tag der offenen Tür ins Quartierszentrum gekommen ist. „Ich habe 1966 bei Bezner meine Maschinenschlosserlehre begonnen und bis 2011 hier gearbeitet“, erzählt er. Natürlich verbinde er viele Erinnerungen mit dem Gebäude. „Umso mehr freue ich mich, dass man es nicht abgerissen, sondern einer sinnvollen Verwendung zugeführt hat.“ Ähnliches erzählt auch Elfriede Loewen aus Bodnegg. Sie hat als Technische Zeichnerin bis 1996 in der ehemaligen Maschinenfabrik Bezner gearbeitet. „Dort, wo jetzt das Café ist, war früher die Lehrwerkstatt“, erinnert sie sich. „Es ist schön, dass die BruderhausDiakonie dieses historische Gebäude erhalten hat, es gehört einfach zum gewachsenen Stadtbild.“

Ziel ist die Befähigung von Menschen mit Beeinträchtigung

„Unser Ziel bleibt es, den Menschen, die hier lernen und arbeiten, weitere Schritte in Richtung des Ersten Arbeitsmarkts zu ermöglichen“, betonte Ludger Bauer, Bereichsleiter der BruderhausDiakonie in seiner Ansprache. Trotz aller baulichen und planerischen Herausforderungen sei immer die Befähigung und Betreuung von Menschen mit seelischen oder psychischen Beeinträchtigungen im Vordergrund gestanden, ergänzte Fachbereichsleiter Andreas Weiß.

Über den Besucherandrang freuten sich alle Beteiligten. „Wirklich eine tolle Resonanz“, zog Fachdienst-Bereichsleiterin Simone Windbühler zufrieden Bilanz. „Man spürt, dass die Bürgerschaft das Gebäude gut annimmt.“

Die Beschäftigten sind zufrieden

Glückliche Gesichter auch bei den Männern und Frauen, die im Quartierszentrum Bezner arbeiten. „Das ist meine Welt, die Arbeit hier bringt mich weiter“, sagt Rainer Keller aus Wangen. Der 41-jährige gelernte Konditor ist Mitarbeiter im Café-Team und freut sich über täglich neue Herausforderungen. In den Werkstätten fühlt sich Thomas Staufert wohl. Er komme gerne in die Stadt und sei gerne unter Leuten. „Seit ich hier arbeite, bin ich ein anderer Mensch“, berichtet er. „wenn ich morgens hereinkomme und in die freundlichen Gesichter schaue, dann geht für mich die Sonne auf.“

Fotos: Brigitte Geiselhart

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