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Neuer Studiengang

Enge Verzahnung von Theorie und Praxis

Erstmals seit Jahren studieren in Reutlingen junge Menschen wieder Soziale Arbeit. Auch die BruderhausDiakonie hat sich für den Studiengang eingesetzt.

Feier mit Ministerin Theresia Bauer (Mitte).

Initiative hatte Erfolg

Federführend für mehrere in der Region Reutlingen tätige soziale Träger hatte sich der Vorstandsvorsitzende der BruderhausDiakonie, Lothar Bauer, an der Initiative für die Einrichtung eines Studiengangs soziale Arbeit beteiligt. Im laufenden Sommersemester haben die ersten 35 Studierenden des neuen Studiengangs ihr Studium in Reutlingen aufgenommen. Der Studiengang ist ein Ableger der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg, die seit diesem Semester eine Außenstelle auf dem Campus der Hochschule Reutlingen betreibt.

Enormer Bedarf in der Region

Reutlingen sei ein guter Standort für diesen Studiengang, stellte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer bei der feierlichen Eröffnung fest. Denn die Region gelte als „Soziallabor“ Baden-Württembergs. Jeder sechste Arbeitnehmer in Reutlingen arbeitet im sozialen Sektor. Für jeden Studienplatz in Reutlingen habe es sieben Bewerber gegeben. Das sei „ein ganz starkes Zeichen für einen enormen Bedarf“, so die Ministerin.

Qualifizierte Führungskräfte schwer zu bekommen

Landtagsabgeordneter Thomas Poreski, der sich sehr für den Studiengang eingesetzt hatte, konstatierte, eine Stadt wie Reutlingen mit ihren vielfältigen sozialen Angeboten sei „verloren“, wenn sie kein Sozialarbeitsstudium anbieten könne. Das bestätigte BruderhausDiakonie-Vorstandsvorsitzender Lothar Bauer: Soziale Träger wie die BruderhausDiakonie hätten derzeit „große Not“, qualifizierte Führungskräfte zu bekommen. Dass der Studiengang und die Studierenden von den vielfältigen Kooperationsmöglichkeiten mit den sozialen Trägern in der Region profitieren, darauf wies Professor Eckart Hammer hin, der die Reutlinger Außenstelle der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg leitet. Diese frühzeitigen Kontaktmöglichkeiten zur „real existierenden Sozialwirtschaft“ sei für Studenten der Sozialen Arbeit sehr wichtig, betonte schließlich BruderhausDiakonie-Vorstand Lothar Bauer.

Neueinrichtung nach langer Vakanz

Nach der Schließung der früheren Pädagogischen Hochschule Reutlingen und dem Wegzug der ehemaligen Evangelischen Fachhochschule für Sozialwesen sowie zuletzt der Fakultät für Sonderpädagogik gab es in Reutlingen längere Zeit keine Möglichkeit mehr, ein soziales Fach zu studieren. Ein Mangel, den vor allem auch die sozialen Träger der Region beklagten. Der neu eingerichtete Studiengang biete nun eine gute Möglichkeit, die Theorie der sozialen Arbeit und die Praxis eng zu verzahnen, waren sich die Redner bei der Eröffnung einig.

Foto: Niethammer

 

 

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