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Jahresfest

Integrative Kultur beim Fest der BruderhausDiakonie

Zirkus, integrative Band- und Theaterprojekte, Spiel und Spaß für alle Generationen: Das Jahresfest der BruderhausDiakonie zog Tausende Besucher an.

Tausende Besucher erlebten das Jahresfest.

Tausende Besucher erlebten das Jahresfest.

Integrativ feiern

„Mix it“ nennt sich der integrative Chor aus England, der beim Jahresfest der BruderhausDiakonie auf dem Reutlinger Gaisbühl auftrat: Sängerinnen und Sängern mit und ohne Behinderung, die das Publikum mit ausgefeiltem, rhythmischem Gesang zum Mitwippen animierte. „Inclusion ist the future“ (Inklusion ist die Zukunft) stand auf dem T-Shirt eines Chorsängers. Name und Botschaft des Chors haben das Jahresfest der BruderhausDiakonie kurz und bündig zusammengefasst: Es ist ein Fest für alle – Menschen mit und ohne Behinderung, Jugendliche und Senioren, Familien mit Kindern und Neugierige aller Altersklassen. Und es ist ein bunter Mix aus Angeboten: Musik für nahezu jeden Geschmack von Rapgesang und Rockmusik bis zu Irish Folk, Jazz und Blasmusik. Dazu Theater, Performances, Jazztanz, Clownerie und artistische Kampfkunst.  

Eine freundliche Atmosphäre überzieht das Gelände

Trotz der vielen Angebote: „Das Besondere des Festes ist die ruhige, freundliche Atmosphäre – es ist nirgendwo laut und rummelig“, zeigte sich eine Besucherin angetan. Gut besucht war der Festgottesdienst zum Auftakt der Veranstaltung, bei dem der Tübinger Theologieprofessor Christoph Schwöbel über den „Mut zur Wahrheit“ predigte. Im Anschluss genossen die Besucher entspannt Biosalate und Dinnete im Gartencafé auf dem Hofgut Gaisbühl und Variationen vom Grill im Festzelt. Sie ließen sich in der Zirkusmanege der Oberlinschule von wilden Tieren erschrecken, in die sich die Schüler verwandelt hatten. Und sie bekamen einen Vorgeschmack auf das Theaterstück „Mensch Luther“, das Schauspielerinnen und Schauspieler der integrativen Theatergruppe der BruderhausDiakonie am 7., 8. und 9. Juli gegenüber der Stadthalle am Gustav-Werner-Stift aufführen. 

International besetzte Bands rappen und rocken

Rapper und Sängerin der Gruppe RED & BLACK vom Fachdienst, Jugend, Bildung, Migration begeisterten mit ihren persönlichen Texten das Publikum. Die Jugendlichen hatten 2012 bei einer Talentshow des Fachdienstes mitgemacht. Dort entdeckten Mitarbeiter ihr musikalisches Talent. Das entwickelten sie mit Unterstützung des Teams vom Fachdienst stetig weiter. Inzwischen haben sie bereits ein eigenes Musikvideo produziert. „Meine Familie“ heißt es und erzählt davon, was Familie für die Jugendlichen bedeutet, berichtete Christa Herter-Dank, Bereichsleiterin beim Fachdienst. Mit Sambarhythmen heizte anschließend das BeatEnsemble die Stimmung an – eine international besetzte Band und eine integratives Projekt der Musikschule Reutlingen.

Jahresfest bietet Kultur für alle

Diese Bandprojekte, die Capoiera-Gruppe der Oberlin-Jugendhilfe, aber auch das integrative Performance-Theater Hijinx aus England oder das Rhythmus- und Performanceprojekt Beatstomper zeigten, „dass Kulturprojekte unterschiedlichste Menschen zusammenbringen – und dabei Großartiges entstehen kann“, wie ein Zuschauer am Rande der Hauptbühne anmerkte. „Kultur inklusiv“ lag deshalb nahe als Thema eines Podiumsgesprächs von Reutlinger Kulturexperten, die allesamt Erfahrung mit inklusiven Kulturprojekten haben: der Reutlinger Theaterintendant Enrico Urbanek, Chef des Theaters Die Tonne, Paul Siemt, Regisseur und Autor unter anderem des Theaterstücks „Mensch Luther“, sowie Rosemarie Henes, Organisatorin des Festivals „Kultur vom Rande“.

Fotos: factum/Granville

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