Radabstellplätze an Bahnhöfen sind oft ein wildes Durcheinander von umgeworfenen oder halb abgewrackten Fahrrädern und belegten Radständern. In Tübingen ist das künftig anders: Insgesamt rund 1100 Abstellplätze für Fahrräder bietet die neue Radstation am Europaplatz, die am 28. Juli offiziell eröffnet wurde. Auf 270 der Plätze lassen sich wertvolle Fahrräder gegen Gebühr besonders gesichert parken. 140 Plätze bieten sogenanntes Garderobenparken – ideal für Pendler, die anschließend mit der Bahn weiterfahren. Dazu gibt es einen umfassenden Service rund ums Rad: eine Fahrradwerkstatt, die Sofortreparaturen wie das Einstellen der Bremsen erledigt. Außerdem gründliche Fahrradpflege mit einer halbautomatischen Fahrradwaschanlage. Der angeschlossene Fahrradverleih vermietet Pedelecs und Sonderfahrräder wie Lastenräder oder auch Tandems und Rikschas für Menschen mit Beeinträchtigung. Und wer Anregungen für Fahrradausflüge sucht, kann sich über den Fahrradtourismus in der Region informieren.

Radstation bietet Arbeit und Qualifizierung für junge Menschen

Gemeinsame Betreiber der Radstation sind der Ausbildungsverbund der BruderhausDiakonie sowie das Inklusionsunternehmen Insiva. Beide schaffen in der Radstation Arbeitsplätze und Qualifizierungsmöglichkeiten für junge Menschen, deren Lebenssituation den Zugang zum Arbeitsmarkt erschwert. Schon seit vielen Jahren ist der Ausbildungsverbund der BruderhausDiakonie in Tübingen mit dem Radstall und der Gebrauchtwarenbörse Retour vertreten. Auch dort finden Menschen, deren Chancen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gering sind, Möglichkeiten zu arbeiten und sich zu qualifizieren.

Hier können Sie sich über die Angebote der Radstation informieren.