Ausbildung und soziale Integration

Jungen Menschen berufliche Chancen schenken

Das Foto zeigt einen jungen Mann, der mit Metall arbeitet.
Lars hat eine anspruchsvolle Ausbildung gefunden.

Im Ausbildungsverbund haben junge Menschen mit Förderbedarf die Möglichkeit, eine Ausbildung zu absolvieren und neue Perspektiven zu gewinnen.

Für Jasmin ist die Ausbildung im Radstall Tübingen der BruderhausDiakonie eine Chance. Nachdem sie eine Ausbildung abgebrochen hatte, arbeitete sie mehrere Jahre im Einzelhandel. Irgendwann hatte sie einen Tiefpunkt und fand sich in einer schwierigen Lebenslage wieder. Sie wohnte mehrere Jahre in einer Notunterkunft und war arbeitslos. „Mir macht die Arbeit hier großen Spaß“, sagt die 38-Jährige. Durch ein Praktikum im Radstall Tübingen fasste sie neuen Lebensmut. „Es ist schön, Dinge zu reparieren und wieder instand zu setzen.“ Mittlerweile wohnt sie in einem Wohnprojekt und ist zuversichtlich. „Auf einmal hat man ein eigenes Bett und eine eigene Küchenzeile. Ich hege und pflege das alles.“ Und sie ist zuversichtlich: Im Herbst dieses Jahres hat sie ihre Ausbildung begonnen. „Das ganze Team hier ist toll. Ich fühle mich wirklich sehr wohl, weil sich alle um einen kümmern. Es ist gut in einem so geschützten Rahmen zu arbeiten wie hier. Wo anders ginge das nicht.“ 

Neue berufliche Perspektiven ermöglichen

Nach einer abgebrochenen Ausbildung zum Goldschmied war es für Lars schwierig, neuen Mut zu fassen. „Die Zeit damals war nicht schön. Ich bin sehr froh, dass ich wieder eine Perspektive habe“, sagt Lars, der mit seinem jüngeren Bruder in einer WG wohnt. Seit September 2024 absolviert er seine Ausbildung „Fachkraft Metalltechnik Fachrichtung Zerspanungstechnik“ beim Ausbildungsverbund (ABV) der BruderhausDiakonie. Das Jobcenter hatte ihn damals dorthin vermittelt. „Ich wollte nicht mehr zu Hause sitzen und nichts tun. Ich wollte etwas Anspruchsvolles machen.“ „Er hat einen Raketenstart hingelegt“, berichtet Daniel Albrich, Bereichsleitung Ausbildung im ABV. Auch sein Arbeits- und Sozialverhalten sei sehr gut. Heute steht der 23-Jährige am Ende seines ersten Lehrjahres, stellt Maschinenbauteile her, wartet und repariert Maschinen, fräst, bohrt und arbeitet an komplexen CNC-Teilen. Und er sieht für sich eine Perspektive. „Wenn mein Zeugnis gut ist, stehen alle Türen offen“, hofft Lars.

Junge Menschen mit Förderbedarf qualifizieren

In einer Zeit, in der Fachkräfte dringend gebraucht werden, scheitern viele junge Menschen schon am Start ins Berufsleben. Nicht, weil es ihnen an Talent oder Motivation fehlt, sondern weil sie Hürden wie Sprachbarrieren, psychische Belastungen oder auch Suchtprobleme nicht allein überwinden können. Ohne gezielte Unterstützung bedeutet das oft: keine Ausbildung, keine Perspektive, Arbeitslosigkeit. Hier setzt der Ausbildungsverbund der BruderhausDiakonie an und qualifiziert junge Menschen mit Förderbedarf in den Bereichen Metall, Hauswirtschaft, Fahrrad, Büro sowie Garten- und Landschaftsbau. Fachkräfte begleiten circa 420 Jugendliche. Rund 80 Prozent der Absolventinnen und Absolventen finden dank ihrer Unterstützung einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt. Um das zu ermöglichen, sind wir auf Unterstützung angewiesen. Spenden helfen uns, Nachhilfeunterricht zu finanzieren, erlebnispädagogische Angebote wie Wandern, gemeinsames Grillen oder eine Höhlenbegehung durchzuführen oder zusätzliche Computer und Bildschirme anzuschaffen, die eigenständiges Arbeiten und Medienkompetenz fördern.

Erfahren Sie mehr über die Möglichkeit, für Angebote der BruderhausDiakonie zu spenden.