Nachhaltigkeitspreis Gustav 2025

Zwei Reutlinger Bienenprojekte erhielten die meisten Stimmen

Die Gewinner des Gustav-Preises freuen sich über die Auszeichnung
Vertreter der Reutlinger Bienenprojekte nahmen die Ehrung vom Vorstandsvorsitzenden Dr. Tobias Staib entgegen.

Nachhaltigkeit ist ein Unternehmensziel der BruderhausDiakonie. Der interne, inklusive Preis Gustav würdigt das Engagement von Mitarbeitenden und Klienten.

In diesem Jahr vereinten die Bienenprojekte des Seniorenzentrums Reutlingen-Mittelstadt in Kooperation mit der örtlichen Grundschule sowie des Seniorenzentrums am Markwasen in Kooperation mit der Oberlinschule Reutlingen die meisten Stimmen auf sich und erhielten den begehrten Preis. Ganz knapp dahinter lag nach der Abstimmung der Waldkindergarten Aichtalmäuse aus dem Landkreis Esslingen.

Die BruderhausDiakonie hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu werden. Der unternehmensinterne Nachhaltigkeitspreis Gustav, benannt nach dem Gründer der BruderhausDiakonie, dem Theologen Gustav Werner, prämiert nachhaltiges Handeln. 

16 Teams haben sich um den Preis beworben

Der Preis wurde am 20. November 2025 im Johannesforum Wendlingen, einem Gebäude der evangelischen Kirchengemeinde und der BruderhausDiakonie, verliehen. Für den Nachhaltigkeitspreis Gustav hatten sich in diesem Jahr 16 Teams aus verschiedenen Einrichtungen der BruderhausDiakonie mit ihren Projekten beworben. Rund 60 Vertreterinnen und Vertreter der Teams waren zur Abschlussveranstaltung rund um den Gustav gekommen. Wendlingens Bürgermeister Steffen Weigel betonte in seinem Grußwort, wie wichtig nachhaltiges Handeln im Blick auf künftige Generationen sei. „Nur durch Inklusion und soziales Zusammenleben können wir eine gute Zukunft gestalten.“ Pfarrer Peter Brändle sagte: Entscheidend sei anzufangen. Erfolg ergebe sich aus dem Tun. So könne aus kleinen Anfängen Großartiges entstehen. Der Preisträger des jährlich verliehenen Gustavs wird nach einer Vorauswahl durch eine Jury in einer unternehmensinternen Online-Abstimmung sowie vor Ort durch das Publikum bestimmt. 

Honig schleudern bringt Generationen zusammen 

Die Reutlinger Bienen-Projekte bringen Generationen zusammen, fördern das soziale Miteinander und sind ein Beitrag zur Biodiversität. Kinder sowie Seniorinnen und Senioren schleudern gemeinsam Honig und gießen Kerzen aus Bienenwachs.​ Die Schülerinnen und Schüler erfahren durch das Imkerprojekt intensiv die Natur und übernehmen Verantwortung für die Tiere. Bienen bestäuben auf ihren Flügen Blüten und tragen so zur Artenvielfalt bei. Michael Wolf, Hobby-Imker und hauptberuflich Hausmeister im Seniorenzentrum, begleitet die Projekte.

Natur hautnah erleben 

Im Waldkindergarten Aichtalmäuse spielen die Kinder jeden Tag in der Natur. Baumstämme, Zweige und Moose werden für sie zu Schiffen, Häusern und Schlössern. Sie sammeln Kräuter und Blumen und lernen, welche Pflanzen essbar sind und welche kleine Verletzungen lindern.
Dr. Tobias Staib, Vorstandsvorsitzender und Fachlicher Vorstand der BruderhausDiakonie, überreichte den Gustav sowie an alle Beteiligten Urkunden. Er dankte ihnen für ihre innovativen Ideen und ihr großes Engagement. „Sie dürfen sich alle als Gewinner fühlen, denn Sie haben mit Ihren Projekten zu nachhaltigem Handeln beigetragen.“ 

Alle Projekte im Sinne der Nachhaltigkeit erfolgreich 

Weitere eingereichte Nachhaltigkeitsprojekte waren ein Kunstprojekt aus Furtwangen, in dem aus gesammeltem Müll bunte Bilder und Skulpturen entstehen, ein Nachbarschaftscafé in Fluorn-Winzeln, das zugleich eine Tauschbörse ist, sowie das Backhaus-Projekt des Kinderheims Rodt. Hier lernen Kinder und Jugendliche an einem Tag in der Woche, aus regionalen Produkten Brot, Kuchen und Marmelade herzustellen. „Ihr habt Entscheidendes getan und viel für Natur und Mitmenschen erreicht“, sagte Ulrike Haas, Geschäftsfeldleitung Jugendhilfe der BruderhausDiakonie, die die Prämierung moderierte.

Der Veranstaltungsort, das Johannesforum, steht für Nachhaltigkeit und Inklusion. Für das Gebäude, das evangelisches Kirchengemeindezentrum und Unterstützungszentrum der BruderhausDiakonie vereint, wurden Baustoffe des ehemaligen Kirchengebäudes wiederverwendet. In dem offenen Haus wird Inklusion täglich gelebt.