Weihnachtsspendenaufruf

Autismus hat viele Gesichter

Eine junge Frau sitzt mit einer Schulbegleiterin in einem Klassenzimmer.

Bitte helfen Sie Menschen mit Autismusstörung
Die Diagnose Autismus kann unterschiedliche Ausprägungen haben. Denn das Gehirn einer Autistin oder eines Autisten verarbeitet Informationen anders als die Gehirne anderer Menschen. Autisten reagieren, handeln und sprechen anders. Allen gemeinsam ist: Menschen mit Autismus brauchen Verständnis und Begleitung sowie häufig besondere Rahmenbedingungen und Hilfsmittel.

Autisten können anecken und sind oft Vorurteilen ausgesetzt
Das hat beispielsweise Janis Brachat erlebt. Die 18-jährige Auszubildende hat von klein auf gespürt, dass sie anders ist. „Andere Kinder fanden mich sonderbar. Ich hatte keine Freunde und war sehr unglücklich“, erzählt die junge Frau. Erst mit 13 Jahren diagnostizierten Ärzte Autismus. „Endlich wurde anerkannt, dass ich vieles nicht konnte: Menschen in die Augen schauen, wissen, was andere denken oder fühlen“, beschreibt Janis die Entwicklungsstörung, die es ihr erschwert, soziale Kontakte aufzubauen. 

Mit der richtigen Unterstützung zum Ziel kommen
Dazu komme, ergänzt Heidrun Kugler, Sonderpädagogin im Autismuszentrum Calw der BruderhausDiakonie, dass das Gehirn Sinneseindrücke nicht nach wichtig und unwichtig trenne. Viele Autisten seien deshalb überfordert und brauchen Hilfe beim Einkaufen oder Busfahren. Heidrun Kugler unterstützt Janis als Schulbegleiterin in der Berufsschule. Ohne diese Begleitung hätte Janis nach Aussage ihrer Mutter den Schritt in die Ausbildung kaum geschafft. Gestärkt hat Janis außerdem eine mehrjährige pferdegestützte Therapie, die ihre Eltern finanzieren, weil hierfür keine Mittel zur Verfügung stehen. „Tiere spielen einem nichts vor“, erklärt Janis. „Bei Tieren weiß ich, woran ich bin.“

Mutter Sabine Brachat erklärt: „Viele Hilfen für Autisten müssen in Eigenregie bezahlt werden. Gerade Tiere sind Vermittler und Türöffner in Therapien. Als beste Freunde sind sie unheimlich wichtig. Tiergestützte Hilfen sollten allen Autisten offen stehen.“

In der BruderhausDiakonie finden Menschen mit schweren und leichten Formen von Autismus in Baden-Württemberg Beratung, Begleitung und Betreuung.

Viele unserer Hilfen wie etwa tiergestützte Angebote oder die Unterstützte Kommunikation sind nur mit Unterstützung von Freunden und Förderern möglich. Vielen Dank! 

Heimat für Menschen mit hohem Hilfebedarf

Die Folgen von Autismus reichen von Schwierigkeiten im sozialen Kontakt bis hin zu schwerer geistiger Behinderung mit herausforderndem Verhalten und fehlender Sprachfähigkeit. Die BruderhausDiakonie unterstützt Menschen aus dem gesamten Spektrum: Kinder und Jugendliche in Jugendhilfen und Schulen. Sowie Menschen mit Autismus und Behinderung in Wohngruppen und Tagesstruktureinrichtungen.

Mit Hilfe von Spenden können Betroffene zum Beispiel beim Schaukeln entspannen, mit Tieren Selbstvertrauen finden und über Hilfsmittel wie Buzzer kommunizieren.